Kapitel 1: "Herrenhaus"

Objekt-Nr.: null

Klassifizierung: EINGEDÄMMT

Sicherheitsmaßnahmen: Die Abteilung für Analytik wurde mit der jährlichen Beschaffung von sieben Zivilisten beauftragt, die Zeuge von PROZEDUR SEVENFOLD sind. Sie sind am 30. Oktober unverzüglich zum Albright-Anwesen zu bringen. Ihre biologischen Profile sind der Medizinischen Abteilung drei Wochen vorher zur Analyse vorzulegen. Jeder Zeuge muss so sediert werden, dass er annähernd um Mitternacht am 31. Oktober erwacht. PROZEDUR SEVENFOLD verläuft gewöhnlich vor Sonnenaufgang.

Alle Eingänge zum Albright-Anwesen wurden versiegelt, verbarrikadiert und vernagelt; die einzige Ausnahme ist der unterirdische Schacht, in dem jeder Zeuge deponiert wird. Er ist im Keller des Hauses versteckt. Die Ketten bleiben gespannt.

Das Albright-Anwesen wurde für Personal überall mit Überwachungsgeräten ausgestattet, um bis zu dessen Vollendung Zeuge von PROZEDUR SEVENFOLD zu sein. Ein außerhalb des Standorts gelegener Kommandoposten wird mit nicht mehr als einem Eindämmungsspezialisten und zwei D-Klasse-Mitarbeitern besetzt. Ihnen sind falsche Sicherheitsmaßnahmen auszuhändigen. Der Eindämmungsspezialist übermittelt die Ereignisse innerhalb des Herrenhauses, sobald diese eintreten, und kann durch einen D-Klasse-Mitarbeiter ersetzt werden, sofern Notwendigkeit dafür besteht.

Per Mandat des Ethikkomitees ist Personal, das die Nacht überlebt hat, durch das Zuführen von Sarinverbindungen in den Außenposten zu terminieren.

Am 1. November wird eine Aufräummannschaft entsandt, die die Überreste jedes Zeugen beseitigt, sofern dies tatsächlich möglich ist. Wenn während der Bergung Schwierigkeiten auftreten, gelten alle Leichen als in den Besitz des Albright-Anwesens übergegangen. Sie werden in künftige Ereignisse miteinbezogen. Erfolgreich geborgene Leichen werden im Krematorium hinter dem Grundstück eingeäschert. Geräuschunterdrückende Kopfhörer werden dem Personal des Krematoriums zur Verfügung gestellt.

Für den Rest des Jahres hat das Personal auf Oberflächen zu achten, die den Satz "Hier bin ich gestorben" aufweisen.

Sicherheitsmaßnahmen erstellt von S Andrew Swann

Kapitel 2: "Du vervollständigst mich"

Beschreibung:

Die verstreuten Überreste einer Ms. Jacqueline Holcroft sind von mehreren unterschiedlichen Anomalien betroffen. Die Effekte begannen zu einem nicht näher angegebenen Zeitpunkt nach ihrem Angriff und Mord durch sechs unbekannte Angreifer am 06. Juni 2006 und dauern bis heute an. Berichte aus erster Hand der von den Anomalien Betroffenen deuten darauf hin, dass eine Neutralisation der Auswirkungen eintreten würde, wenn jeder Teil von Ms. Holcroft eingesammelt und beigesetzt wird.

Personen in der Nähe jeglicher Teile von Ms. Holcrofts Überresten oder Personen, die mit der Art des Verbrechens vertraut sind, der zu ihrem Tod führte, können diesen Effekten unterliegen. Dies beinhaltet:

  • Visuelle Halluzinationen; Subjekte berichten einheitlich, eine nackte, zerzauste Frau mit tiefen Schnittwunden an ihren Extremitäten gesehen zu haben. Diese Wunden stimmen mit jenen überein, die Ms. Holcroft während ihrer Zerstückelung erlitten hat. Häufiger erscheint die Gestalt in der Peripherie einer Person, bewegt sich nicht und umklammert ihre Mitte. Sie verschwindet beim Versuch, genauer hinzusehen.

  • Auditive Halluzinationen; diese bestehen hauptsächlich aus unverständlichem Flüstern und Stöhnen. In seltenen Fällen können Subjekte Bitten und Betteln wahrnehmen — in diesen Fällen werden die Subjekte normalerweise beim Namen genannt. Sechs Subjekte haben berichtet, ein unbekanntes Lied gehört zu haben, das zur Melodie von "Funkel, funkel, kleiner Stern" gesungen wurde.

  • Olfaktoische Halluzinationen; und zwar der Geruch von Fruchtwasser.

Die Beeinflussung durch Ms. Holcrofts Überreste bleibt bis zum Tod des Subjekts bestehen; normalerweise wird dieser durch die Entwicklung von Sekundäreffekten beschleunigt, die sich zweimal jährlich am Jahrestag (alle sechs Monate) der Beeinflussung des Subjekts manifestieren. Sekundäreffekte beinhalten, sind aber nicht beschränkt auf:

  • Die Entdeckung von Leichenteilen und Organen; Finger, Augen, Zähne und Haare werden zufällig in der Nähe des Subjekts gefunden. Sie werden gewöhnlich beim Öffnen einer Schublade, beim Anheben eines Toilettendeckels und an anderen verborgenen Stellen entdeckt, beispielsweise unter dem Kissen des Subjekts oder in seinem Essen. All diese Objekte verschwinden, wenn sie nicht beobachtet werden.

  • Das Einfügen einer verschmutzten, nackten Frau in alle Medien, die das Subjekt zeigen — häufig verdeckt oder in der Ferne. Die Analyse klarer Darstellungen hat ergeben, dass die besagte Frau tatsächlich die wieder zusammengesetzte Vereinigung von Ms. Holcrofts Überresten ist. Neben den Wunden, die ihre Zerstückelung widerspiegeln, gibt es einen einzelnen und großen vertikalen Schnitt zwischen ihren Brüsten, der bis hinunter zu ihren Genitalien reicht.

  • Eine irrationale Angst, denn die Ketten werden schwächer.

  • Schlafparalyse; Subjekte berichteten davon, dass während dieser Abschnitte mehrere Schattenfiguren anwesend sind, die sie festhalten und verstümmeln. Einseitig behaupten die Subjekte, dass sie einen brennenden Schmerz im Bauch und das Entfernen einer wichtigen Komponente ihres Seins spüren, bevor sie das volle Bewusstsein und die Körperkontrolle wiedererlangen.

Aktualisierung: Durch die Nachverfolgung von Berichten über anomale Aktivitäten und zivile Todesfälle wurden alle zweihundertsechs Knochen von Ms. Holcrofts Leiche geborgen. Die Überreste wurden im Familiengrab der Holcroft-Familie in Cresh Glen beigesetzt. Nach Abschluss der Bestattungsformalitäten erlitten alle daran Beteiligten eine spontane Ausweidung.

Seitdem haben lebende Subjekte, die zuvor von Ms. Holcrofts Überresten beeinflusst waren, über das Aufhören anomaler Phänomene berichtet; jedoch hat sich jedes als unfruchtbar erwiesen. Darüber hinaus hat eins von sechs Subjekten mit lebenden Nachkommen das Verschwinden eins seiner Kinder gemeldet. Trotz unserer größten Bemühungen wurde keins dieser Kinder wiedergefunden.

Es sollte angemerkt werden, dass dies keine Effekte auf Ms. Holcrofts Anwesenheit innerhalb des Albright-Anwesens hatte.

Beschreibung erstellt von Forscher Talloran

Kapitel 3: "Wenn die Polizei vorbeikommt"

Erkundung:

VIDEOPROTOKOLL


ÖRTLICHKEIT:Cresh Glen, Kansas: Bevölkerung ~3125

BEMERKUNG:Fünf Mitglieder der Mobile Task Force Epsilon 5 ("Pentacle", z. dt. "Pentakel") wurden in die Stadt Cresh Glen geschickt, nachdem sie von dichtem Nebel umhüllt wurde und all ihre Einwohner scheinbar verschwunden sind. Das Folgende ist eine Aufnahme der Phänomene, die in der Stadt aufgetreten sind, aufgenommen von Joy Bates' (E-5 Echo) Überwachungkamera.


[PROTOKOLL ANFANG]

Kamera wird aktiviert. E-5 Echo sitzt auf dem Rücksitz des Jeeps der Task Force. Die Pentacle-Mitglieder überprüfen oberflächlich die Mikrophone, während sie zum Stadtrand fahren. Nach zweiminütigem Geplauder wird beschlossen, mit dem Fahrzeug weiterzufahren. Die Ketten auf der Straße brechen leicht unterhalb der Räder des Jeeps.

E-5 Echo beobachtet vom Fenster aus, wie der umliegende Wald einer dicken Nebeldecke Platz macht. Die Sicht verringert sich drastisch und E-5 Bravo verlangsamt das Fahrzeug, bis es rollt. Nachdem mehrere Meter durch den Nebel gerollt wurde, wird beschlossen, die Erkundung zu Fuß durchzuführen. E-5 Bravo fährt an den Straßenrand.

Alle Passagiere steigen aus. E-5 Bravo stellt den Motor ab und folgt ihnen.

Es ist sehr wenig zu erkennen, als sich E-5 Echo umsieht. Eine schwarze Limousine liegt nördlich von ihrer Position — sie liegt senkrecht zur Straße auf der Seite und das Dach wurde aufgerissen. Rechts davon befindet sich ein mit Efeu umranktes Backsteingebäude hinter einem verrosteten Maschendrahtzaun. Über den Bürgersteig auf der anderen Straßenseite hinaus ist von ihrer Position aus nichts zu sehen.

Die Einheit zieht ihre Waffen und nimmt neben dem Jeep eine Verteidigungsposition ein, während E-5 Charlie Bildgebungshardware bedient. E-5 Bravo neckt E-5 Delta, nachdem sich Letztere über die Stille in ihrer einst geschäftigen Geburtsstadt beschwert hat; E-5 Alpha ermahnt die Geschwister und fordert Professionalität. Die beiden fügen sich.

Sowohl die Wärmebild-Hardware als auch das optische SPAD-Messgerät können den Nebel nicht über das hinaus durchdringen, was schon mit bloßem Auge sichtbar ist. E-5 Alpha gibt die Entscheidung bekannt, aufgrund der Effizienz des natürlichen Sehens und der nutzlosen Belastung durch überschüssige Hardware, ohne optische Hilfsmittel fortzufahren.

E-5 Echo wird aufgefordert, das zerstörte Fahrzeug zu untersuchen. Ihre Hand kreuzt die Kamerasicht, während sie ein Gebet flüstert — sie macht sich auf den Weg. Es ist zu hören, dass das Auto noch läuft, während sie sich nähert. Unter dem Motorengeräusch ist im Radio ein nicht erkennbarer Countrysong zu hören.

Neben dem fehlenden Dach ist das Heck der Fahrerseite, an dem die Tür fehlt, stark beschädigt. Sowohl auf dem Armaturenbrett als auch auf dem jetzt geöffneten Beifahrerairbag ist eine große Menge Blut. Als sie näherkommt, wird die Musik klarer: Es ist eine Johnny-Cash-Melodie. Der Gesang und das Gitarrenspiel hören auf und etwas Rauschen ist zu hören, als der Musiker einen Bibelvers zitiert, bevor das Radio verstummt.

Eine nähere Untersuchung zeigt, dass alle Sicherheitsgurte außer dem zerfetzten Gurt des Beifahrersitzes angeschnallt und verriegelt geblieben sind, einschließlich des Vierpunktgurtes am Kindersitz hinter dem Fahrersitz. E-5 Echo dreht sich um und gibt ihre Ergebnisse an den Rest des Teams weiter.

E-5 Charlie ist abwesend.

E-5 Echo macht eine Bemerkung über sein Verschwinden, was Sorge unter den anderen verursacht. Es wird von E-5 Echo nicht bemerkt, doch im unteren linken Bereich der Aufnahme ist eine fast humanoide Gestalt zu sehen, die neben dem Jeep kauert. Sie rutscht auf fünf Vordergliedmaßen schnell und leise nach hinten und außer Sicht.

E-5 Alpha ruft zur Ordnung auf. Er versammelt das Team und übernimmt die Spitze, dann bewegt sich die Gruppe die Straße hinunter und in die Stadt. Die vier bewegen sich im Gleichschritt die Straße entlang, wobei E-5 Echo die Rückseite bewacht. Das Team wird von E-5 Delta angewiesen, durch eine Gasse zu gehen.

Ein leiser, dröhnender Klang posaunt von oben.

Das Team erscheint in der nächsten Straße und kommt an mehreren Gebäuden vorbei. Es gibt einen Friseurladen, dessen Fenster zerbrochen sind — innen ist es dunkel, bis auf das Flackern eines einzelnen Lichts im hinteren Teil des Salons, der Anzeichen eines Kampfes zeigt. Daneben steigt aus der letzten Glut eines tobenden Feuers Rauch aus einem zerstörten Gebäude auf.

E-5 Delta und E-5 Bravo sprechen über den Verlust dieses Gebäudes, welches angeblich ihre Lieblingspizzeria in der Stadt war. E-5 Echo unterbricht ihre Konversation und hinterfragt laut das Fehlen von Leichen. E-5 Bravo schießt mit einer sarkastischen Antwort zurück, bevor das Trio von Alpha zum Schweigen gebracht wird, der etwas hört.

Ein leises Blöken ist irgendwo in der Ferne zu hören. Während die Gruppe weitergeht, ist eine gedrungene Gestalt im Nebel auf der anderen Straßenseite erkennbar. E-5 Alpha rückt mit seiner Waffe im Anschlag vor.

Sie begegnen einem Lamm, das im Gras des Gartens eines zweistöckigen Wohnhauses liegt. Die Nummer "5" ist in blauer Farbe auf sein Fell gemalt. Das Tier blökt und schreit und ist von ihrer Anwesenheit deutlich verängstigt. Es steht zitternd auf, als ob es fliehen wollte, bricht aber schnell zusammen. Der Boden des Bereichs, in dem es liegt, ist mit getrocknetem Blut befleckt.

E-5 Delta nähert sich dem Tier, um sich darum zu kümmern, und wird von ihrem Bruder mit vorgetäuschtem Ärger verspottet. Sie entdeckt, dass das Lamm etwas Kleines und Metallisches in seinen Hinterhufen hat, was ihm großen Schmerz verursacht und die Flucht verhindert.

E-5 Echo schwenkt das Gewehr im Anschlag durch die Umgebung, während E-5 Delta neben der Kreatur kniet, sie streichelt und tröstet. Der Nebel zeigt nichts außer einem verlassenen Pickup. Sie fragt, ob es besser wäre, das Lamm einzuschläfern — dabei ist in der Peripherie der Kamera zu sehen, wie es vom Hals aufwärts heftig krampft. E-5 Delta schaut währenddessen zu ihrem Truppenführer auf und ist sich nicht sofort der plötzlichen Bedrohung ihrer Person bewusst.

E-5 Echo dreht sich erschrocken um, als E-5 Bravo zu seiner Schwester ruft, die das Verhalten der Bestie sieht und zurückschreckt. Sie fällt und rutscht rückwärts über den Rasen. E-5 Alpha hat seine Waffe auf das Tier gerichtet und feuert. E-5 Echo hebt ihre Waffe, hat aber keinen klaren Schuss wegen der sich zurückziehenden E-5 Delta.

Obwohl es schwere Schäden an seiner Mitte erleidet und es seine Eingeweide über die weiche Erde verschüttet, bleibt das Tier aufrecht, krampft, blökt und schreit weiter. Seine Schreie nehmen schnell den Klang menschlicher Geräusche an, der sich dann in die Lautäußerungen der Leichname im Krematorium verwandelt. E-5 Bravo greift nach unten, um seinem Zwilling auf die Beine zu helfen. Sie schreit.

E-5 Bravo fängt seine Schwester auf, als sie nach hinten fällt — ihre Füße scheinen an ihrer Position befestigt zu sein. E-5 Echo senkt ihre Waffe und eilt neben E-5 Delta. Beim Blick nach unten scheinen zwei dicke Metallvorrichtungen aus der Erde gekommen zu sein, die beide Füße von E-5 Delta durchbohren. Jeder der Fremdkörper hat einen dicken, runden Kopf, der es ihnen nicht erlaubt, sie von ihnen hochzuziehen. E-5 Echo erklärt dies eilig, während sie den Kopf eines der Objekte umgreift und versucht, es nach oben und aus ihrem Teammitglied zu ziehen.

E-5 Alpha feuert weiter konzentriert auf die Entität, deren Schreie lauter werden. Von mehreren Quellen sind widergespiegelte Schreie in der Ferne zu hören. E-5 Bravo, der seine Schwester wiegt, schreit ein Schimpfwort. Er zieht seine Waffe mit der freien Hand und schlägt zitternd auf unsichtbare Feinde ein. E-5 Alpha lädt seine Waffe nach.

E-5 Echo sieht von ihrer Aufgabe auf. Die Entität ist nun eine unkenntliche, blutige Hülle. Sie bäumt sich auf. Ledrige Flügel entfalten sich hinter der Kreatur. Sie schlägt mit den Flügeln und beginnt aufzusteigen. Während sie dies tut, ist zu sehen, dass ihre Hinterbeine in die Erde gegraben sind. E-5 Echo ruft beschwichtigend, während sie ihre Bemühungen verdoppelt, ihr Teammitglied zu befreien.

Die Metallwerkzeuge ziehen nach unten und trennen die Spitze von E-5 Echos rechtem Zeigefinger ab. Der Boden gibt nach und E-5 Delta wird knöcheltief in die Erde gezogen. E-5 Bravo lässt seine Waffe fallen und packt seine Schwester unter den Armen, während sie knietief in den Boden gezogen wird. E-5 Echo versucht dabei zu helfen, sie zu befreien. Während sie sich anstrengen, ist die Entität zu sehen, wie sie wütend mit den Flügeln schlägt — sie hat sich einen halben Meter über den Boden erhoben. Sie strengt sich an und zieht an ihren stark verlängerten Hinterbeinen, die im Boden eingebettet bleiben. E-5 Delta wird hüfttief hineingezogen.

Blöken ist überall um das Team herum hörbar. E-5 Alpha befiehlt den beiden, E-5 Delta loszulassen und fordert Deckung an. Kurze, konzentrierte Schüsse werden vom Truppführer auf mehrere Bereiche mit Schattenfiguren im Nebel abgefeuert. E-5 Delta weint und schreit nach Hilfe, während sie bis zur Brust hinuntergezogen wird, wobei die beiden den Halt um ihren Oberkörper verlieren. E-5 Echo zieht ihre Waffe, zielt auf E-5 Delta und ruft ihre Absicht, die Agentin zu neutralisieren und so zu verschonen. E-5 Bravo, der nun mit aller Kraft versucht, seine Schwester mit beiden Händen zu befreien, bedroht E-5 Echo mit dem Leben, wenn sie den Abzug drückt.

Mehrere Lämmer werden im Inneren des Nebels sichtbar. Jedes humpelt langsam auf die Gruppe zu. E-5 Alpha befiehlt seinen Untergebenen erneut, sich zurückzuziehen, während er sie vor der sich nähernden Bedrohung verteidigt.

E-5 Delta wird stetig weiter hinuntergezogen. Ihr Kopf und ihre Arme bleiben knapp über dem Boden. E-5 Echo bittet E-5 Alpha um Feuererlaubnis — E-5 Bravo brüllt missachtend. Es gibt ein leises Grollen, als E-5 Delta schnell in den Untergrund gezogen wird. E-5 Bravo verliert den Halt, wird nach vorne gezogen und fällt mit dem Gesicht voran. Während er schreit und beginnt, am Boden zu graben, dreht sich E-5 Echo um und sieht, wie sich die Entität immer höher und höher über den Boden erhebt und ihre Hinterbeine aus der Erde zieht.

Ihre Hufe sind ähnlich wie ihre Beine langgezogen. Sie glitzern mit einem metallischen Schimmer. Während sie sich erhebt, ist zu sehen, wie menschliche Füße hochgezogen werden, die an die Hufe gespießt sind. Die nackte Gestalt von E-5 Delta wird langsam ausgegraben. Ihr Körper ist schlaff. E-5 Bravo ruft eine Reihe an Obszönitäten, nimmt sein Gewehr und eröffnet das Feuer. Die Bestie zittert, während sie mehr Schaden erleidet. Sie fliegt unsicher und trägt E-5 Deltas Körper hoch und über das Team. Ihr Oberkörper wird vom Nebel verhüllt — alles, was zu sehen ist, ist der Körper von E-5 Delta, der schwingt, während er vom Tier getragen wird.

Es blökt, schwingt die Hufe nach hinten, bevor es sie schnell nach vorne bewegt. Es knallt E-5 Deltas Körper gegen einen nahegelegenen Telefonmast, wo er an den Füßen festgehalten wird. Das, was von der Entität übrig ist, und die Lämmer, die nun das Team umgeben, zerstreuen sich im Nebel, als die Posaunen wieder dröhnen.

E-5 Alpha funkt das Kommando an, um Bericht zu erstatten und erhält Befehle, weiter in die Stadt vorzudringen. E-5 Echo ist damit beschäftigt, ihren Finger zu verbinden. Gegen den Protest von E-5 Alpha versucht E-5 Bravo, den Telefonmast zu besteigen, um den Leichnam seiner Schwester zu entfernen. Er schafft es nicht, ihn zu erklimmen und nach zwei weiteren erfolglosen Versuchen befolgt er E-5 Alphas Befehle. Das Trio bricht auf.

Sie ziehen vorsichtig die nächsten zwanzig Minuten von E-5 Bravo geleitet durch die Wohngegend. Die letzten chaotischen Momente der Stadt werden offensichtlicher, während sie weitergehen: Mehrere Fahrzeugunfälle sind entlang der Straßen und Gärten des Stadtrands zu sehen. In der Ferne ertönen Haus- und Autoalarmanlagen. Der Nebel vermischt sich mit dem Rauch der Gebäudebrände.

Zeitweise ist Weinen zu hören. Es ist keine Quelle auffindbar.

Als die verbleibenden Pentacle-Mitglieder einen schmiedeeisernen Zaun passieren, meldet E-5 Alpha den Gestank der Verwesung. E-5 Bravo drückt Besorgnis aus. Obwohl es von ihrer Position auf dem Bürgersteig neben dem Zaun aus nicht sichtbar ist, erklärt E-5 Bravo, dass sie an der Grundschule der Stadt vorbeigehen. E-5 Alpha flucht. Geradeaus vom Team ist ein menschlicher Umriss am Zaun unter dem Schatten eines Baums sichtbar.

Während sie sich nähern wird deutlich, dass mehrere solcher Gestalten am Zaun im Schatten einer Trauerweide aufgereiht sind, deren Äste vom Schulgelände über den Zaun ragen. Jede Gestalt ist nackt und unbeweglich; das Trio hält vorsichtig Abstand, verlässt den Bürgersteig und geht auf der Straße in einem Bogen an den Gestalten vorbei. Ihre Leichen sind an den Handgelenken aufrecht an den Zaun gebunden.

Jede ist in einem anderen Stadium der Verwesung und ihre Rückseiten sind zerfetzt und blutig von großen Schnittwunden. E-5 Echo spekuliert, dass die Todesursache Geißelung sei.

Die Leiche in der Mitte ist merklich frischer als die auf beiden Seiten, und die Wunden auf ihrem Rücken weisen ein anderes Erscheinungsbild als die der anderen auf, was das Team zu Nachforschungen anregt. E-5 Bravo geht darauf zu. Er nimmt seine Feldflasche, öffnet sie und gießt Wasser über die Leiche. Es wird genug Blut weggespült, um die Überreste eines Tattoos auf dem oberen Rücken der Leiche zu enthüllen — es sind die Insignien von E-5 Pentacle, die die Leiche als den verschwundenen E-5 Charlie identifizieren. Die Schnittwunden sind präzise angeordnet worden, um einen einzelnen Satz zu formulieren: "Hier bin ich gestorben."

E-5 Alpha verbietet weitere Handlungen mit der Leiche. E-5 Echo sieht zu, wie sich E-5 Bravo von den Leichen zurückzieht. Als er sich umdreht, um sich seinen Teamkameraden anzuschließen, steigt eine dicke, dornige Rebe vom Ast der Weide herab. Sie wickelt sich schnell um E-5 Bravos Kopf und zieht Blut ab. E-5 Bravo lässt seine Feldflasche fallen und versucht, sich zu befreien, wird aber schnell nach oben gezogen und verschwindet außer Sicht. Splitternde Knochen sind durch Schreie hörbar. Beide Geräusche sind nur kurz, bevor die Posaunen wieder dröhnen. Blut und Eingeweide ergießen sich aus der Baumkrone. E-5 Alpha greift E-5 Echo an der Schulter und die beiden ziehen sich zurück.

Die Agenten rennen die Straße hinunter in die Richtung, aus der sie gekommen sind. Blöken und Schreien sind als Antwort darauf zu hören, obwohl die Agenten keinen Hindernissen begegnen. Ohne die Anleitung der Zwillinge und aufgrund des Stressfaktors biegen die Agenten nach ein paar Minuten falsch ab. Sie bewegen sich entlang einer Seitenstraße, die ohne ihr Wissen zur Stadtmitte führt.

Am Rande ihrer Wahrnehmung sind auf allen Seiten kurz Gesichter im Nebel erkennbar. Sie verschmelzen nur für einen Moment miteinander, bevor sie jeglichen Zusammenhalt verlieren und anderswo auftauchen. Entferntes Weinen ist wieder zu hören. Das Schluchzen wird lauter. Die Gesichter im Nebel grinsen anzüglich, was die Agenten beim Laufen nicht sehen.

Grausames und spöttisches Gelächter wird lauter, während die beiden weiterlaufen. Darunter regt sich etwas Großes und beginnt, sich von seinen Fesseln zu befreien. E-5 Alfa heult vor Wut, schwenkt seine Waffe und schießt ins Nichts. E-5 Echo hält inne. Sie bettelt ihren Truppenführer an, sich zusammenzureißen und weiterzumachen. Er verhält sich unberechenbar und lässt nicht mit sich reden. Sie droht, ihn zurückzulassen, doch er reagiert nicht.

Sie rennt allein weiter. E-5 Alphas Rufe und Schüsse sind während der nächsten paar Minuten über dem Blöken, Schreien und Weinen zu hören.

Die Posaunen dröhnen wieder. Alles ist still.

E-5 Echo fährt fort, schneidet eine Seitengasse und mehrere Grundstücke, bevor sie über etwas stolpert, das im Boden eingebettet ist. Sie schreit. Während sie nach unten schaut ist zu sehen, dass sie sich am Bein verletzt hat und blutet. Nach einem Moment steht sie auf. Als sie sich umsieht wird klar, dass sie auf einen Friedhof gestolpert ist. Sie flucht dreimal, entschuldigt sich sofort und spricht ein kurzes Gebet.

Sie humpelt über den Friedhof und stützt sich gelegentlich an Grabsteinen ab. Vor ihr wird der Umriss einer Kirche sichtbar. Sie umkreist das Gebäude und kommt zur Vorderseite. Sie geht zitternd die Treppen hinauf, stößt die Vordertür auf und bricht im Inneren zusammen.

Es befindet sich kein Nebel in dem Gebäude. Das gesamte Innere kann überblickt werden. E-5 Echo sieht sich in der Kirche um: Alles ist in perfekter Ordnung, was ein krasser Gegensatz zum Chaos in der ganzen Stadt ist. Beim Sondieren der Lage fixiert sich E-5 Echo auf das große Kreuz hinter der Kanzel. Die daran genagelte Figur bewegt sich. Sie steht auf und verringert die Distanz — es ist E-5 Alpha.

Seine Tarnuniform und Ausrüstung fehlen. Eine Tunika ist um seine Mitte gewickelt. Er hustet, als sich E-5 Echo nähert. Blut und Nägel werden dabei aus seinem Mund ausgestoßen. Als E-5 Echo nach ihrem Gruppenführer greifen will, öffnen sich seine Augen. Es kommt ein blendendes Licht aus ihnen. Es gibt ein donnerndes Geräusch. Das ganze Fundament des Gebäudes zittert bei diesem Ton und E-5 Echo stolpert rückwärts. Sie rennt zur Tür, während E-5 Alpha hinter ihr blökt.

Nun draußen schaut sich E-5 Echo panisch um. Sie geht die Treppe hinunter und eilt vom Grundstück der Kirche. Hinter ihr ist ein Poltern zu hören. Sie dreht sich um und kann sehen, dass die nahen Gräber zusammengestürzt sind und Hände und Finger über die Ränder des Grabes am nächsten zu ihr greifen. Echo rennt so schnell weiter, wie es ihre Verletzung erlaubt.

Sie nähert sich der Straße vor dem Gotteshaus und fällt auf die Knie. Sie versucht aufzustehen, kann es aber nicht. Schwere Schritte werden hörbar; die Erde bebt bei jedem Schritt. Sie weint und bettelt um Vergebung. Sie beginnt zu beten.

Ihre Gebete werden unterbrochen und sie macht ein nasses, gurgelndes Geräusch. Sie schaut nach unten und sieht ein langes, klingenförmiges Instrument in ihrer Seite. Ihre Kamerasicht bewegt sich höher und höher. Der Boden geht unter dem Nebelschleier verloren. Es gibt keinen Bezugspunkt im Nebel, der erkennen lässt, wie hoch die Agentin aufgestiegen ist, bevor sie einer riesigen, menschlichen Gestalt zugewandt wird.

Sie hebt sie hoch, um sie anzusehen, obwohl ihre Augen von Schatten verhüllt sind. Ihr bärtiges Gesicht ist hager. Die Agentin kämpft, während die Entität sie näher an ihr Gesicht bringt. Aus der Nähe ist erkennbar, dass die Gesamtheit ihres Antlitzes aus unzähligen menschlichen Körpern besteht, die sich gegeneinander winden. Die FALSCHE BESTIE öffnet den Schlund. Aus den Tiefen ihres Seins ist ein tosender Donner zu hören.

Die Posaunen dröhnen wieder.


[PROTOKOLL ENDE]

Erkundung erstellt von Dr. Panagiotopolous

Kapitel 4: "Der Exorzismus der Savannah Grace"

Befragung:

Exorzismusversuch Nr. 4

Datum: 14. April 2004

Anwesend:

Doktor Peter Macneil — Abteilung für Dämonologie, Bereich Psychologie

Agentin Savannah Grace — Mobile Task Force Mu-13 ("Ghostbusters", z. dt. "Geisterjäger"), Läuterungsspezialistin

Hintergrund: Während der Operation Four Monarchs, deren Einzelheiten der Sicherheitsstufe 4 unterliegen, war Agentin Grace einer dämonischen Entität ausgesetzt und wurde besessen. Es wurde seitdem festgestellt, dass dieser Unfall auf das Versagen der Ketten zurückzuführen ist, das zurückzuhalten, was unterhalb liegt. Die Agentin wurde anschließend zum Exorzismus zur Abteilung für Dämonologie gebracht, doch die ersten Versuche der Austreibung scheiterten. Doktor Peter Macneil, ein Spezialist für Exorzismus durch dämonische Psychologie, wurde daraufhin ermächtigt, sich mit der Besessenen allein zu treffen, um Exorzismus durch Gewalt oder Einschüchterung zu versuchen.


〈Aufnahme beginnt〉

Doktor Macneil: Hallo, Agentin Grace. Du warst seit dem letzten Versuch sehr ruhig. Ich weiß, dass du mich noch hören kannst. Augen nach oben.

Agentin Grace: Jim. Connor. Marcus. Jane. Jim. Connor. Marcus. Jane. Jim. Connor. Marcus. Jane. Jim. Connor. Marcus. Jane.

Doktor Macneil: Ergebe dich und verlasse dieses Gefäß.

Agentin Grace: Jim, Connor, Marcus, Jane. Jim, Connor, Marcus, Jane. Jim, Connor, Marcus, Jane. Jim, Connor, Matthew, Jay. Fuck ... fuck!

Doktor Macneil: Du wiederholst diesen Namen in einem Akt des Widerstands, doch du weißt, dass es deine eigenen Handlungen waren, die zu ihrem Tod führten. Es war deine Schuld. Du musst es wiedergutmachen. Du musst deinen Kampf beenden. Gib auf.

Agentin Grace: …ONNERMARCUSJANEJIM CONNERMARCUSMARCUSJIMJANE JIMJANERONNOCJIM

Doktor Macneil: Du bist eine verdorbene, gewalttätige Kreatur. Du erkämpfst dir deine Existenz durch das Leid jener, die du als niedrig erachtest, doch sieh dich nun selbst an.

Agentin Grace: Co…nner, Marc. Jane? Nein … oh Gott, bitte nicht.

Doktor Macneil: Du bist tief in dieser Einrichtung verschlossen. Du weißt, dass du nicht entkommen kannst. Du weißt, dass du nie deine Ziele, deine Wünsche, deine Hoffnungen erreichen wirst. Du wirst hier sterben, allein und verfaulend.

Agentin Grace: In der Dunkelheit sterben, im Licht leben. In der Dunkelheit sterben, im Licht leben. In der Dunkelheit leben, im Licht sterben. In der Dunkelheit leben, im Licht sterben.

Doktor Macneil: Du unterliegst meiner Gnade. Du wirst für alle Zeiten die Hölle erfahren, wenn ich es so will. Du wirst nachgeben. Du wirst loslassen.

Agentin Grace: Dunkelheit, Licht, Licht, Dunkelheit, Licht, Dunkelheit, Licht, D… Dunkelheit, Licht, Licht … Dunkel…

Doktor Macneil: Du widersetzt dich immer noch. Dafür wirst du bestraft. Willst du nicht lieber in die Zuflucht fliehen, die ich dir gewähre?

Agentin Grace: Nema … tiiiiiiekgiwe …

Doktor Macneil: Spare deinen Hurenatem. Dir wird nicht geholfen. Dir wird nicht geglaubt. Du wirst verschmäht. Erspare dir den Schmerz.

Agentin Grace: Nema tiiiiiiekgiwe ni tiekhcilrreh eid dnu tfark eid dnu hcier sad tsi nied nned nesöb med nov snu esölre nrednos gnuhcusrev ni thcin snu erhüf dnu nregidluhcs neresnu nebegrev riw hcua eiw dluhcs eresnu snu bigrev dnu etueh snu big torb sehcilgät resnu nedre fua os lemmih mi eiw ehehcseg elliw nied emmok hcier nied eman nied edrew tgilieheg lemmih mi tsib ud red resnu ratev.

Doktor Macneil: Du … ist das wirklich das Vater Unser rückwärts? Bist du wahrlich so nutzlos, so abscheulich, so erbärmlich und so vollkommen schwach, dass du auf solch einen kleinen Trick als letzten Trotz zurückgreifst? Du wirst versagen.

Agentin Grace: Nesöb med nov snu esölre nrednos gnuhcusrev ni thcin snu erhüf …

Doktor Macneil: Wenn du den Herrn so liebst und dein Wesen und deine Handlungen so schändlich sind, dann kennst du vielleicht das: 5. Buch Mose, 4.4: " Aber ihr, die ihr dem Herrn, eurem …" Beende das für mich, Liebes.

Agentin Grace: Nied eman … nied edrew tgilieheg.

Doktor Macneil: Was du da tust, wird dir nicht helfen, ignorante Närrin. "Aber ihr, die ihr dem Herrn, eurem …"

Agentin Grace: LEMMIH MI TSIB UD RED RETAV!

Doktor Macneil: Du wirst den Vers beenden. "Aber ihr, die ihr dem Herrn, eurem …"

Agentin Grace: NEMA TIEKGIWE ni … tiekhcilrreh … ei…

Doktor Macneil: Du schweifst ab. "Aber ihr, die ihr dem Herrn, eurem …"

Agentin Grace: "… Gott, anhinget, lebt alle heute noch."

Doktor Macneil: Gutes Mädchen. "Sieh, ich habe euch gelehrt Gebote und Rechte, wie mir …"

Agentin Grace: "… der HERR, mein Gott, geboten hat, …"

Doktor Macneil: "… dass ihr …"

Beide: "… danach tun sollt im Lande, in das ihr kommen werdet, um es einzunehmen."

〈Aufnahme endet〉

Befragung erstellt von Direktor Menard

Kapitel 5: "Digitale Asche in einer Digitalen Urne"

Vorfall-Zeitleiste:

Das Folgende ist der aufgenommene Verlauf aller anomalen Phänomene im Zusammenhang mit "Wunderkind, Priester, König" seit der Veröffentlichung. Darin eingeschlossen sind die Ergebnisse des Forschungsteams zu Ereignissen vor der Beteiligung der Foundation, die durch Befragungen, bemerkenswerte Durchbrüche und Aussagen der Fangemeinschaft des Spiels im Usenet und durch von Spieletestern in einer kontrollierten Foundation-Umgebung beobachtete Phänomene gewonnen wurden.

Zur Vereinfachung der Nachvollziehbarkeit sind alle Subjekte entsprechend ihrer empathischen Rolle, die ihnen durch die Anomalie zugeschrieben wird, farblich gekennzeichnet.

Profil — Alpha Α

Profil — Theta Θ

Profil — Omega Ω

29. Nov. 1988:

  • Axl Rotemier (9 Jahre) aus Loyalton, CA, erfährt während des gesamten Schultags ein Taubheitsgefühl in seinen Händen. Ihm wird erlaubt, sich für eine Stunde im Büro der Krankenschwester auszuruhen und er verliert bis zum Mittag jegliches Gefühl unterhalb des Handgelenks. Axl wird von seiner Mutter um 12.33 Uhr aus der Schule geholt. Auf dem Weg ins Krankenhaus bessert sich Axls Zustand. Die beiden fahren nach Hause, wobei Axls Mutter den Zustand auf die längere Spielzeit am vergangenen Abend zurückführt.
  • Tod Wilson (27 Jahre) aus Dallas, TX, bringt seine Ausgabe von "Wunderkind, Priester, König" zurück zu Babbage's, wo er sie gekauft hat. Mr. Wilson versichert, dass beim Betreten des Hauptgebiets "Labyrinth" der gesamte Ton aufhört und die Stille durch ein anhaltendes und leises Rumpeln unterbrochen wird. Ein Ersatz wird ausgehändigt.
  • Dee Hammond (12 Jahre) aus Durham, New Hampshire, wird dabei gesehen, wie sie im strömenden Regen am Straßenrand vor ihrem Haus steht und auf den Vollmond fixiert ist. Ihr Nachbar führt sie zurück zu ihrem Haus und alarmiert die Eltern.

30. Nov. 1988:

  • Ken Klein (18 Jahre) aus Colorado Springs, CO, erfährt eine untypische, schwere depressive Phase, die nur durch die Umarmung seines Vaters gelindert werden kann.
  • Es wird gemeldet, dass die Drillinge Marcus, Micheal und Matthew Cook (15 Jahre) in der Schule fehlen. Sie haben sich in ihrem Schlafzimmer eingesperrt, in dem sie eine umgedrehte Darstellung einer Karte vom Hauptort ("Labyrinth") des Spiels an die Wände gekritzelt haben. Der Satz "Hier bin ich gestorben" ist in die Ecke des Raums geritzt.

1. Dez. 1988:

  • Mary Blevins (33 Jahre) aus Bristol, PA, zerstört die Ausgabe von "Wunderkind, Priester, König" ihres Sohnes, da er sich beharrlich damit beschäftigt, das Spiel zu spielen und sich dabei selbst beschmutzt. Um etwa 3 Uhr betritt sie den Keller, um die Wäsche zu holen und fällt die Treppe hinunter. Bei der Landung erleidet sie einen tödlichen Gebärmutterhalsbruch.
  • Axl Rotemier ist aufgrund vollständiger Lähmung nicht in der Lage, aus dem Bett aufzustehen. Er wird in die Notaufnahme gebracht.
  • Leo Rasmussen (3 Jahre) aus Idabel, OK, krampft und wird komatös, während er seinen älteren Bruder dabei beobachtet, wie er "Wunderkind, Priester, König" spielt. Er wird ins Krankenhaus eingeliefert.
  • Die Newsgroup "alt-binaries-ppk" wird im Usenet gegründet, um Kenntnisse des Spiels auszutauschen. Mehrere User drücken Frustration darüber aus, dass sie nicht in der Lage sind, den Spiegel, das Juwel oder das Schwert zu finden.
  • User "trè" lädt mehrere Fotos seines Computerbildschirms hoch, der einen Glitch des feindlichen "Ghul"-Sprites [ENTITÄT A] zeigt. Dieser Glitch lässt den Feind im Vergleich zu anderen Sprites viel kürzer erscheinen und gibt ihm eine geschwärzte Haut mit roten Flecken. "trè" behauptet, dass er weder getötet noch mit ihm interagiert werden kann, aber den Zugang zu wichtigen Bereichen des Spiels blockiert (was einen Neustart erforderlich macht). Sechs andere User behaupten, denselben Glitch erlebt zu haben.

2. Dez. 1988:

  • Gina Wilson erreicht das Zuhause ihres Sohnes Tod, nachdem er zwei Tage auf der Arbeit im Familiengeschäft gefehlt hat. Sie kann die Schlafzimmertür nicht öffnen und hört auf der anderen Seite einen tiefen, dröhnenden, monotonen Chiptune. Die Polizei kommt um 2.33 Uhr an und macht den Weg durch die verschlossene Tür frei. Sie finden die Matratze gegen die Fenster gelehnt und alle Lichter zerbrochen vor. Die einzig verbliebene Lichtquelle ist der Bildschirm, der "Game Over" anzeigt. Er reagiert nicht auf Versuche, ihn abzuschalten und muss vom Netz getrennt werden. Tod wird nicht aufgefunden.
  • User "J3anLucPiccard" lädt vier Bilddateien in die ppk-Newsgroup hoch, die einen versteckten Tunnel in der südöstlichen Ecke des Labyrinths zeigen. Der Weg darin führt zu einem kleinen, bunten Raum, der einem Kinderzimmer ähnelt — was zeitlich nicht zur Fantasy-Handlung des Spiels passt. Auf einem Bild steht ENTITÄT A mit dem Gesicht zur Wand in der Ecke. Das Juwel-Objekt, was das Wunderkind repräsentiert, befindet sich auf dem Nachttisch.

3. Dez. 1988:

  • Mehrere User der ppk-Newsgroup, die das Juwel erlangt haben, berichten von der Anwesenheit eines neuen Feindes, [ENTITÄT B], im Gruft-Teil des Spiels, der aber nicht in der Spielanleitung erwähnt wird. Der dunkel gekleidete Humanoid flieht vor dem Spieler, wenn sich dieser nähert. Die Spieler finden heraus, dass ENTITÄT B angegriffen werden kann, wenn sie in die Enge getrieben wird, und zu einem zitternden Haufen am Boden zusammenbricht, wenn sie getötet wird. Sie regeneriert sich nach drei Sekunden, was die Spieler für einfache Erfahrungspunkte nutzen.
  • Dee Hammond wird von ihrer Mutter gefunden, wie sie in fetaler Position in der Ecke ihres Schlafzimmers sitzt, weint und zittert.
  • Die Zwillinge Cindel und Mandy Shields werden im Keller ihrer Eltern gefunden. Sie singen ununterbrochen das Lied "Funkel, funkel, kleiner Stern". Der Text stimmt nicht.
  • Ray Gonzalez (24 Jahre) aus Brunswick, NJ, wird von der Polizei in seinem Haus gefunden. Er wurde zu Tode geprügelt. Seine Augen, Hände und Genitalien wurden vor dem Tod gewaltsam entfernt und ein 0,25 m langer Stab wurde in seine Analhöhle eingeführt. Bryce Stefanson (6 Jahre) wird aus dem Keller gerettet.

4. Dez. 1988:

  • User "trisarahtop" startet einen Subthread in der ppk-Newsgroup, um ihre Erfahrungen mit dem Spiel auszutauschen und gibt an, dass die Geister-Feinde ihren Namen aussprechen (im Gegensatz zu den Standard-Geräuschen). Die meisten User reagieren skeptisch, außer User "TripleH", der behauptet, dasselbe Problem zu haben.
  • Die Eltern von Marcus, Micheal und Matthew Cook laden Pfarrer Emmett Clarke zu sich nach Hause ein, um Rat bezüglich des unberechenbaren Verhaltens ihrer Söhne zu erhalten. Als der Priester zusammen mit dem Vater der Jungen, Stephen Cook, ihr Schlafzimmer betritt, [DATEN GELÖSCHT] (erfüllt Profile Alfa, Theta und Omega). Mrs. Cooks Notruf wird abgefangen und Mobile Task Force "Tyrfing Black" trifft zehn Minuten später ein. Sie sind in der Lage, die Masse diskret in ein mobiles Eindämmungsfahrzeug zu verlagern, damit sie in Standort-99 untersucht werden kann. Sie geht spontan in Flammen auf, sobald sie auf den Untersuchungstisch gelegt wird. Pfarrer Clarke und Mr. Cook überleben anschließend für mehrere Minuten, bevor der Erstere aufgrund eines Schädeltraumas verstirbt. Mr. Cook greift dann nach der Tischkante und zieht daran, sodass die Masse zu Boden fällt. Sie landet so, dass seine Halswirbel durchtrennt werden, was ihn sofort tötet. Eine Ausgabe von "Wunderkind, Priester, König" wird entweder aus dem Bauch von Micheal oder Matthew Cook entnommen.
  • Ken Kleins Sprache wird abgesehen von einfachen Sätzen unverständlich und seine motorischen Funktionen sind beeinträchtigt. Es wird entdeckt, dass hinter seinem Parietallappen ein großer Tumor wächst.

5. Dez. 1988:

  • Jeb Swiftwater (15 Jahre) aus New York, NY, erzählt seinem Psychiater von einem wiederkehrenden Albtraum und einer damit einhergehenden Schlafparalyse, die er in den vergangenen Nächten erlebt hat, in welcher er bei einem Hausbrand verstirbt.
  • User "thric3Deni3d" behauptet, dass er sein Spiel neu starten musste, da der gesamte Text und Dialog mit dem Satz "Hier bin ich gestorben" ersetzt wurden, was ihn daran hinderte, das Höhlen-Rätsel zu lösen.
  • User "trè" ist der erste Spieler, der das Heckenlabyrinth erreicht. Er behauptet, dass die Musik in diesem Bereich fehlerhaft ist, da sie regelmäßig durch ein lautes Knackgeräusch unterbrochen wird.
  • Subjekt D-999 erhält das Juwel-Objekt. Der Bildschirm wird schwarz. Subjekt krampft und stirbt. Bei der Autopsie werden missgebildete Organe (Herz, linke Niere, rechter Lungenflügel) entdeckt, die genetisch nicht mit dem Subjekt übereinstimmen.

6. Dez. 1988:

  • Fortschritt-Updates aus der ppk-Newsgroup nehmen aufgrund eines Produktrückrufs erheblich ab, doch ein paar Mitglieder behalten ihre Ausgaben des Spiels. User "trisarahtop" ist die zweite Spielerin, die das Heckenlabyrinth erreicht und lädt mehrere Bilder eines undeutlichen Objekts hoch: [ENTITÄT C] oben am Nachthimmel.
  • User "trè" erhält das Schwert, das den König repräsentiert. Er erreicht das letzte Gebiet des Spiels, kommuniziert aber nicht, was dieses neue Gebiet ist.
  • Die Überreste von Dee Hammond werden von Doktor Geffert gefunden. Die Leiche ist unter einer Schicht heißer Asche konserviert. In das Linoleum ist ein Sierpinski-Dreieck gebrannt.
  • Hilfeschreie sind aus der Testkammer zu hören. Eine Puppe wird darin gefunden. Sie weint, wenn sie entsorgt wird.
  • An Standort-33 ist ein hörbares Knacken zu vernehmen. Forscherin Amelie, die die Spieltests der vergangenen Nacht beaufsichtigt hat, hat sich in ihrem Quartier erhängt.

7. Dez. 1988:

  • Mitarbeiter in Kansas treffen im Haus von Sarah Whitaker (Usenet-Name "trisarahtop") ein, um die vorletzte Ausgabe von "Wunderkind, Priester, König" in zivilem Besitz zu bergen. Agent Myers erleidet Verbrennungen dritten Grades auf seinen Händen, als er versucht, sie vom Monitor zu trennen. Whitaker wird nach Ermessen des Teamleiters terminiert.
  • Unter Verwendung von Informationen aus der ppk-Newsgroup erreicht Subjekt D-072 das Heckenlabyrinth. Die Forscher können Aussagen über Audioanomalien und die Anwesenheit von ENTITÄT C über dem Labyrinth bestätigen. Es ist zu sehen, dass dieses humanoide Sprite am Hals aufgehängt ist und ein Seil in den Himmel ragt, welches über das hinausgeht, was der Spieler sehen kann. D-072 weigert sich weiterzuspielen. Wenn er gefragt wird warum, weint er und bittet um Vergebung.
  • Subjekt D-856 erhält den Spiegel während des Spiels und [DATEN GELÖSCHT]. Mobile Task Force "See No Evil" (z. dt. "Sieh nichts Böses") trifft dreißig Minuten später vor Ort ein, um die Ordnung wiederherzustellen und die Kreatur zu isolieren. Sektor-3 wird anschließend evakuiert und zerstört. Es werden keine Disziplinarmaßnahmen gegen die Forscher und Wachen aufgrund ihrer Handlungsunfähigkeit ergriffen, einige werden wegen Frakturen ihrer Mittelhandknochen behandelt. Proben der Samenflüssigkeit der Kreatur werden zur Untersuchung zu Bio-Standort 87 geschickt.
  • Das Ethikkomitee erlässt ein Mandat, das die Verwendung von Subjekten mit einer Vorgeschichte sexueller Gewalt verbietet.
  • Es werden drei unterschiedliche Charakterprofile für betroffene Personen erstellt, die jeweils einem anderen Bereich anomaler Effekte entsprechen.
  • Die Zwillinge Cindel und Mandy Shields werden tot aufgefunden. Gebrochene Kettenglieder sind in der Nähe der Leichen verstreut.
  • Subjekt D-009 erhält das Schwert. Er ist nun in der Lage, das letzte Level des Spiels zu erreichen, das mit einer unsinnigen Mischung an Buchstaben und Symbolen betitelt ist.

8. Dez. 1988:

  • Es wurde festgestellt, dass die Subjekte D-072, D-147 und D-009 nicht in ihren jeweiligen Zellen anwesend sind. Schmutzige Blut- und Eingeweidespuren führen über den Boden in Richtung der Testkammern und enden an der Stelle, an der der Boden auf die Wand trifft. Zerbrochenes Glas, ein Klassenring und ein scharfer Gegenstand werden in den Überresten gefunden.
  • Axl Rotemier wird von Foundation-Ärzten nach einem schweren Epilepsieanfall für tot erklärt. Die folgende halbe Stunde zuckt sein Leichnam trotz des Mangels an Gehirnaktivität. Dann steht er auf, nähert sich dem anwesenden Arzt und umarmt ihn.
  • User "trè" macht einen Post, in dem er ausführlich das beschreibt, was seiner Meinung nach der Dungeon ist, in dem sich der einzige Boss des Spiels befindet. Es sind mehrere Screenshots enthalten, die eine dunkle, gewundene Treppe in einem Steinkorridor zeigen. User "trisarahtop" (Sarah Whitaker) antwortet darauf mit: "Hier bin ich gestorben."
  • Ken Klein verstirbt in der Krankenstation von Standort-42. Bei der Autopsie wird festgestellt, dass der Hirntumor ein sich entwickelndes Gehirn ist.
  • User "trè" postet ein Update seines Fortschritts. Er behauptet, die Treppe drei Stunden lang zurückgelegt und eine Unregelmäßigkeit an der inneren Wand entdeckt zu haben, in der sich sein Avatar teilweise durch den Stein "clippen" konnte. Ein Screenshot seiner Ergebnisse: [DATEN GELÖSCHT]. Alle Tests wurden anschließend abgebrochen. Es werden verstärkt Anstrengungen unternommen, diesen User zu finden und zu identifizieren, bevor er mit der Anomalie konfrontiert wird. Die Ketten sind zu wenig geworden, um es zu halten.

9. Dez. 1988:

  • Obwohl D-126 nie in irgendeiner Form Kontakt mit der Anomalie hatte, beginnt D-126 reflektierende Glassplitter zu erbrechen und stirbt an Blutverlust.
  • Leo Rasmussen zeigt die ersten Anzeichen von Aktivität, seit er bewusstlos wurde. Er schreit "Heiß! Zu heiß!", als seine Körpertemperatur über 38 °C steigt. Er stirbt schnell.
  • Der "Game Over"-Ton wird über die Beschallungsanlagen von siebzig einzelnen, sicheren Foundation-Standorten und zahllosen zivilen Institutionen, Erholungszentren und Einkaufsvierteln im ganzen Land abgespielt.
  • Mehrere Dutzend Seile manifestieren sich über dem ursprünglichen Teststandort. Standortdirektor Swanson, Task-Force-Kommandant Sheardon und der Leitende Forscher Otega werden beim Fluchtversuch zu Tode erhängt. Die verbliebenen leitenden Angestellten werden auf ähnliche Weise getötet, da die Seile auf verschiedene Weise in den Standort eindringen. Büro- und Sicherheitspersonal ist nicht betroffen.
  • User "trè" macht seinen letzten Post in der ppk-Newsgroup, der nur aus dem Satz besteht: "Ich habe gefunden, wo er gestorben ist."

Vorfall-Zeitleiste erstellt von Forscher Smalls

Kapitel 6: "Spielzeug"

Testprotokoll:

Verfahren

Erste Untersuchung nach der Aufnahme zur Feststellung anomaler Phänomene. Die Puppe wird auf einen Stuhl in der Testkammer gesetzt. D-002 wird hineingebracht und angewiesen, still zu bleiben.

Beschreibung

Die Temperatur in der Kammer fällt um 2 °C. Die Puppe spielt eine Interpretation von "Funkel, funkel, kleiner Stern", die jedoch aus einem anderen Text besteht:

Kill-ing, Kill-ing, kleine Sterne,
ich verschlinge euch so gerne!
Ruhet über der Welt so hoch,
zwei Seelen opfre ich Moloch.
Kill-ing, Kill-ing, kleine Sterne,
das Jüngste Gericht ist nicht mehr ferne [sic].

Trotz des Mangels an mechanischen Komponenten verfolgen die Augen des Objekts D-002, während er sich davon weg in eine Ecke zurückzieht.

Ergebnisse

Subjekt litt an Herzklopfen aufgrund von Stress, der durch die Interaktion hervorgerufen wurde. Das teilnehmende medizinische Personal berichtet von einem leichten Unbehagen, ihn zu beobachten — die Begründung dafür stellte sich als unaussprechlich heraus.


Verfahren

Standardtest, um mögliche Intelligenz festzustellen. Die Puppe wird auf einen Stuhl in der Kammer gesetzt. D-002 wird wieder hineingebracht. Er wird angewiesen, ein Gespräch mit dem Objekt zu versuchen.

Beschreibung

Nachdem D-002 die Puppe begrüßt hat, antwortet sie freundlich und nennt D-002 bei seinem Geburtsnamen. D-002 bittet sofort um eine Pause. Das Objekt kichert, bis D-002 aus der Kammer entfernt wird.

Ergebnisse

Die Vitalwerte des Subjekts sind normal. Es wurde bemerkt, dass seine Augen besonders glasig und trocken waren. Das Subjekt berichtete, dass es Probleme beim Blinzeln hatte.


Verfahren

Es ist beabsichtigt, die Identität des Objekts zu bestimmen und zu ermitteln wie lange es wohl dauert, bis die Ketten nicht mehr halten. D-002 wird mit einem Fragebogen ausgestattet und wieder in die Kammer gebracht.

Beschreibung

Objekt identifiziert sich als "Cindy". Objekt weigert sich, auf seine Absicht oder seinen Zweck einzugehen, stattdessen erzählt es von dem Verbrechen, das zu D-002s Inhaftierung führte. Ein schwaches Schreien kommt ohne erkennbare Quelle aus der Kammer und nimmt stetig an Lautstärke zu, während die Puppe spricht.

Das Schreien hört plötzlich auf. Die Puppe bittet darum, dass D-002 mit ihr spielt. D-002 willigt nicht ein. Die Puppe befragt ihn dann zu Jaqueline Holcroft; er bittet hartnäckig darum, aus der Kammer befreit zu werden.

Ergebnisse

Das Personal berichtet von einem unerbittlichen Gefühl des Terrors, wenn es sich D-002 vorstellt. Bei einer medizinischen Untersuchung wird eine 2 mm große Zyste am Rücken des Subjekts festgestellt. Der behandelnde Arzt hat Bedenken, sie aufzuschneiden und ihm wird persönlicher Urlaub gewährt.


Verfahren

Der Zweck dieses Tests ist es, mehr Informationen von dem Objekt/der Entität, das/die darin ist, zu erzwingen. Ein kleiner Tisch, zwei Stühle, ein Spielzeug-Teeservice und Deckchen werden für die Interaktion vorbereitet.

Beschreibung

D-002 sitzt der Puppe gegenüber. Erst schenkt er ihr eine Tasse Tee ein, dann sich selbst. Wie angewiesen, beginnt D-002 die Sitzung, indem er Nettigkeiten austauscht. Die beiden sprechen über das Wetter und von ihren Lieblingstees. Nach mehreren Minuten der Unterhaltung fragt D-003 sie, wie sie in ihre derzeitige Situation geriet.

Sie gibt nur an, dass sie existiert, um einen bestimmten Zweck zu erfüllen und starrt D-002 unverblümt an. Dann beginnt sie, geistlos über die Ereignisse in Cresh Glen zu sprechen. Test abgebrochen.

Ergebnisse

Subjekt berichtet davon, Probleme beim Bewegen der Finger zu haben. Freiwilliges Personal untersucht seine Hände und stellt fest, dass die Muskulatur blockiert ist und sie in einer offenen Greifposition fixiert sind.

Außerdem wurde er zunehmend aggressiv, als er versuchte und dabei versagte, die Zyste auf seinem Rücken zu kratzen. Es wurde beschlossen, sie zu entfernen. Neben einer großen Eitermenge hatte das Subjekt einen dünnen Faden, der aus dem Inneren der Zyste kam. Zwanzig Millimeter wurden hinausgezogen, bevor der Faden zurückschnalzte und sich in den Rücken von D-002 zurückzog, wodurch er unkontrolliert nach seiner Mutter schrie.


Verfahren

Das Objekt wird mit Instruktionen in die Kammer gebracht, mit Cindy über Informationen zu verhandeln. Es wird angewiesen, die Unterstützung der Foundation bei der Erfüllung ihrer Mission zu versprechen, wenn sie im Austausch dafür ihre Kenntnis darüber teilt, was genau dies zur Folge hat.

Beschreibung

Das Objekt wird in die Kammer geführt, nachdem es seine Beine nicht mehr benutzen kann. Sobald die Tür versiegelt ist, trägt das Objekt mit großen Schwierigkeiten den von Mitarbeitern erstellten, vorgegebenen Text vor, der die Hilfsabsichten der Foundation beschreibt.

Cindy errötet. Sie lacht das Objekt aus und steht von ihrem Platz auf. Sie nähert sich dem Objekt, starrt ihm in die Augen und sagt, dass sie schon alles hat, was sie will. Sie bittet das wartende Sicherheitspersonal darum, ihr die Tür zu öffnen; sie willigen ein. Doktor Carter bietet ihr an, sie nach Hause zu fahren, drückt seine Besorgnis darüber aus, wie sich ihre Eltern fühlen müssen, und entschuldigt sich überschwänglich.

Cindy wird nach Hause zum Albright-Anwesen gebracht.

Ergebnisse

Testprotokoll erstellt von I. H. Pickman

Kapitel 7: "Gruselige Geschichten, die im Dunkeln erzählt werden"

Geborgene Beweise:

Datum:
01. 01. 2001
Ort:
Yogi Bear’s Jellystone Park — Quarryville, PA
Entdeckungen:
  • Ein Wohnmobil für eine vierköpfige Familie befindet sich auf dem Campingplatz. Es gibt kein weiteres Fahrzeug.
  • Ein unterernährter Border Collie, der neben dem Wohnmobil liegt. Wird bei der Abholung aggressiv.
  • Ein Stock. An einem Ende sind zwei Marshmallows aufgespießt, das andere schwelt in der Feuerstelle.
  • Ein Rosenkranz, der Savannah Grace gehört.
  • Eine einzelne Kette, verrostet und fast unbrauchbar.
  • Drei blutige Fingernägel, entdeckt neben einem kleinen Stein, der in die Erde eingebettet ist. Einen halben Meter lange Kratzspuren aus Richtung des Wohnmobils sind im Erdboden zu erkennen.
  • Die Überreste mehrerer verkohlter Papierstücke in der Feuerstelle.
  • Verbrannte Kleidungsstücke, die einem erwachsenen Mann gehören, unter dem Wohnmobil versteckt.
  • Reifenprofile eines nicht identifizierten Pickups oder SUV, die vom Gebiet wegführen.
Datum:
14. 12. 1988
Ort:
Abdi-Wohnsitz — Calvert, Texas
Entdeckungen:
  • Ein zerrissenes Frauennachthemd, das sich in den Büschen unter dem Badezimmerfenster im zweiten Stock verfangen hat. Abdrücke von nackten Füßen, deren Platzierung auf einen langsamen und gleichmäßigen Gang hinweist, führen durch den Matsch zur Straße.
  • Parallele Paarungen von Schlitzen, Rissen und Schnitten auf mehreren Möbelstücken im ganzen Wohnzimmer, das unordentlich ist. Identische Spuren sind von unten nach oben in die Wand neben der Treppe gekratzt.
  • Eine eingeschaltete Taschenlampe. Die Linse hat Risse und die Batterien sind leer.
  • Drei Schlafsäcke. Der erste ist mit Urin beschmutzt. Der zweite ist zerrissen und weist keine biologischen Beweise außer einer Haarsträhne auf. Im dritten wurde ein Haufen verpackt, der ursprünglich für eine der vermissten Personen gehalten wurde.
  • Etwa fünf Pfund Erde — eine Analyse ergab, dass sie von Cresh Glen stammt.
  • Ein Montierhebel am Boden der Treppe, die an das Wohnzimmer grenzt, in einer Pfütze aus Gallenflüssigkeit.
  • Die Tür zum Hauptschlafzimmer liegt im Flur. Die Türangeln sind verdreht und zerstört.
  • Das Bad im Hauptschlafzimmer ist von innen verschlossen. Ein einzelner Zettel wurde entdeckt, der unter der Tür durchgeschoben wurde. Er war dazu gedacht, gelesen zu werden.
  • Eine einzelne Kinderzahnbürste mit blutigem Griff. Blut, Eingeweide und etwas, das später als intraokulare Flüssigkeit bestimmt wird, befinden sich in der Spüle gegenüber dem offenen Fenster.
Datum:
11. 11. 2019
Ort:
Hütte des bekannten Horrorautors Earl Studebake — Een, Niederlande
Entdeckungen:
  • Ein Paar Stiefelabdrücke im Schnee, die von der Hütte weg und die Wildnis führen. Die Spur endet an einer nahegelegenen Landstraße.
  • Die Schreibmaschine des Opfers — die 'L'-Taste fehlt.
  • Ein mehrere hundert Seiten langes Manuskript auf einem Arbeitsplatz. Von Ermittlern verbrannt.
  • Eine geladene Handfeuerwaffe, die auf dem Boden neben dem Stuhl des Opfers liegt. Eine einzelne Kugel wurde abgefeuert.
  • Das letzte Kapitel.
  • Spiralen.
  • Winzige Spuren von Blut, Knochenfragmenten und Hirnmasse in der Nähe des Arbeitsplatzes.
  • Ein Bündel blutdurchtränkte Handtücher, das größere Knochenfragmente enthält. Zwischen Putzmitteln entdeckt, die unter dem Badezimmerwaschbecken versteckt wurden.
  • Es wurde festgestellt, dass der original Homburg-Hut des Opfers gestohlen wurde.
Datum:
31. 10. 2018
Ort:
Das Zuhause von Hugh Davies, Übertragungsstandort des Horror-Podcasts "H3xenstunde" – Manchester, England
Entdeckungen:
  • Flecken einer warmen, viskosen Flüssigkeit um ein zerbrochenes Kellerfenster.
  • Eine Rauchwolke; der anhaltende Geruch von verbranntem Haar und verkohltem Fleisch.
  • Ein Handy des Gast-Vloggers. Enthielt einen Auslöser.
  • Mehrere Unzen Asche, konzentriert in unzähligen Handabdrücken, die auf dem Boden des Kellerstudios verteilt sind. Die Ausrichtung deutet auf einen einzigen Ursprungspunkt hin.
  • Ein Zeitungsartikel über das Verschwinden eineiiger Zwillinge: Cindel und Mandy.
  • Eine Digitalkamera, die aufgenommenes Filmmaterial enthielt, das unmittelbar entstand, nachdem der Live-Stream gefährdet wurde. Inhalt wurde ohne Ton von einer Einzelperson gesichtet, anschließend euthanasiert.
  • Ein verkabeltes Ansteckmikrofon, seine komplette Länge ist mit Speichel bedeckt.
  • Eine ausgetrocknete Hülle einer umgekehrten menschlichen Epidermis. Die Mundhöhle ist stark erweitert.
Datum:
█1. 1█. 1██1
Ort:
Judith-Montegeu-Gedenkbibliothek — Ebb Brook, Wales
Entdeckungen:
  • Zerbrochenes Glas, das um das nach Süden ausgerichtete Erkerfenster verstreut ist. Die meisten Fragmente waren mit Blut befleckt.
  • Etwas Kleines und Wehrloses, das von Jaqueline Holcroft stammt.
  • Elf tote Vögel, verschiedene Arten. Todesursache zurückgeführt auf innere Blutungen und Blutergüsse im Gehirn von einer Kollision mit dem Gebäude.
  • Starker Befall durch Musca domestica, mit einer Anzahl von hunderttausend.
  • Büchereiausweise, die den sechs Opfern gehörten. Zeigen die Mitgliedschaft im Buchklub an.
  • Fünf Bücher, die im gesamten Lesebereich gefunden wurden, bis zur Unkenntlichkeit verfault und jedes enthielt genetisches Material vom jeweiligen Leser.
  • Ein leises, dröhnendes Geräusch im gesamten Gebiet. Eine Hymne in einer unbekannten Sprache.
  • Eine Spur aus Worten in Kursivschrift, geschrieben mit geschätzten fünf Litern menschlichem Blut. Sie beginnt am zerbrochenen Erkerfenster und folgt einer Route bis zum Buchlager auf der anderen Straßenseite. Ein Mitarbeiter ist verschollen.
Datum:
11. 8. 1914
Ort:
Alliiertengräben nahe Soissons, Frankreich
Entdeckungen:
  • Ein zusammenklappbarer Spaten am Boden eines tiefen (elf Meter) Schachtes, der tief mit der gehaltenen Position des Soldaten verankert ist.
  • Drei Erkennungsmarken. Zwei sind verbogen und die Identifikationsinformationen wurden herausgekratzt.
  • Ein einzelnes menschliches Auge, das im Besitz einer Ratte gefunden wurde.
  • Eine stark beschädigte Ausgabe von "Wunderkind, Priester, König".
  • Verbrauchte Munition und leere Gewehre. Ein Blick über das Gebiet zeigt, dass die meiste Munition auf freundliches Territorium abgefeuert wurde.
  • Ein ungeöffneter Umschlag, der einen unleserlichen Brief enthält. Im Matsch unter einem Holzsteg gefunden. Sie werden nicht vermisst werden.
  • Ein Meter Stacheldraht, verkrustet mit Eingeweiden. Die Uniform einer der vermissten Soldaten ist darin verwickelt.
  • Elf Zähne, die dem einzigen identifizierten Soldaten gehörten. Am Boden einer Grube gefunden, mit Erde bedeckt.
  • Ein Tunnel, der groß genug für einen erwachsenen Mensch ist, vom Boden der Grube ausgeht und sich über mehrere hundert Meter erstreckt. Er endet in einem Graben in feindlich besetztem Gebiet.
  • Mehrere weitere Zähne werden in unregelmäßigen Abständen im Tunnel gefunden.
Datum:
31. 12. 2011
Ort:
Wohnsitz von Taichi Kazuo
Entdeckungen:
  • Schwarzes, trübes Wasser in allen Becken. Proben der Flüssigkeit zeigten, dass es sich bei den Partikeln um Mineralpulver aus Knochen handelte.
  • Große Wasserschäden in den Räumen unter und neben der Toilette.
  • Große Mengen von 1 m langem menschlichem Haar (schwarz.)
  • Das Geräusch, wenn wir jeden Zeugen im Krematorium verbrennen.
  • Elf Spiegel. Zehn befinden sich in verschiedenen Räumen des Domizils, zerbrochen. Der letzte, ein Taschenspiegel, wird unberührt vorgefunden.
  • Alle Kleidungsstücke und persönlichen Gegenstände von sechs der sieben vermissten Teilnehmer, ordentlich gefaltet und angeordnet.
  • 100 erloschene Kerzen, versammelt in der Mitte des   Wohnbereichs. Was
  • Einhundert erloschene Kerzen, versammelt in der Mitte des   Wohnbereichs. könnte
  • Erloschene Kerzen (100), versammelt in der Mitte des   Wohnraums. mit
  • 100 erloschene Kerzen, versammelt in der Mitte des   Lebensraums. den
  • Einhundert erloschene Kerzen, versammelt in der Mitte des Lebensraums. Leichen
  • Erloschene Kerzen (100), versammelt in der Mitte des    Lebensraums. passiert
  • Erloschene Kerzen (100), versammelt in der Mitte des    Lebensraums. sein?
  • Kerzen.
  • Erloschen.
  • Versammelt.
  • Leben.

Geborgene Beweise, erstellt vom Eindämmungspersonal — SCP-5000